Healthy Building – ökologisch wertvoll, nachhaltig und gesund.

Ökologisch wertvoll hört sich fast schon abgegriffen an, finde ich. Ist es natürlich nicht und so geht es heute um Healthy Building. Recyclebar ist das Stichwort. Fasziniert von dieser Art des Bauens möchte ich Ihnen heute Healthy Building näher bringen. Herbert Grönemeyer singt „Zeit, dass sich was dreht“. Nie war diese Textpassage wichtiger als in diesen Tagen. Und längst nicht nur, aber vor allem auch im Bereich der Ökologie und im Sinne dringend gebotener Nachhaltigkeit.

Mit Healthy Building Wohlfühlklima schaffen

Gesundes Bauen, wie man Healthy Building übersetzt, oder auch Gesundes Gebäude, ist heute mein Thema.  Nicht inspiriert von Greta Thunberg. Auch wenn mich diese junge Dame zutiefst beeindruckt , inspiriert hat mich diese ganz persönliche Erfahrung: eine befreundete Heilpraktikerin und eine Innenarchitektin baten mich, ihr ganz spezielles Neubau-Projekt fotografisch zu begleiten. Diese Anfrage lässt einen Fotografen mit Schwerpunkt Architektur aufhorchen. Es gab ein erstes Treffen mit den beiden und sie erklärten mir, welche Art von Gebäude neu entsteht.
Und ist die Bedeutung vom Begriff des ‚Gesunden Bauens‘ nicht selbsterklärend? Ja, man könnte das vermuten. Doch hinter diesem Ausdruck steckt mehr als reines Streben nach Verwendung gesunder Baustoffe oder Nutzung erneuerbarer Energien. Healthy Building fand seinen Ursprung in der Cradle to Cradle- Bewegung und betrachtet die Bauleistung ganzheitlich und vor allem nachhaltig.

Von der Wiege zur Wiege - Recycling revolutioniert

Schaumglasschotter

Diesen neuen Denkansatz zum Themenbereich Produktion und Recycling verdanken wir den Überlegungen der Herren Prof. Dr. Michael Braungart und William McDonough. Der Chemiker und der Architekt machten sich Gedanken um existierende Recycling- Systeme und stellten fest, dass es fast ausschließlich um ein Downcycling geht. Das bedeutet, dass die Wiederverwendung eines recycelten Produktes von geringerem Wert ist als das Ausgangsprodukt. Begrenzt verfügbare oder schwer abbaubare und deshalb knappe Rohstoffe werden nicht sinnvoll wiederverwertet und belasten die Umwelt. Diese Art von Recycling hilft niemandem. Im Gegenteil. Hier nur ein Beispiel:

Healthy Building Projekt

„Wussten Sie, dass viele PET-Flaschen das krebserregende Antimon enthalten? T-Shirts aus PET-Flaschen, die in direktem Kontakt mit unserer Haut stehen, können daher deutlich erhöhte Mengen an Inhaltsstoffen enthalten, die für die menschliche Gesundheit gefährlich sind. Dennoch loben viele Unternehmen ihre Closed-Loop-Ansätze als Innovationen im Bereich der Circular Economy. Aber es wird nur wenig über das Design von gesunden und sicher recycelbaren Materialien und Produkten nachgedacht. Ist das sinnvolles Recycling? Deshalb ist es unser Ansporn mit dem Cradle to Cradle Designkonzept Unternehmen dabei zu unterstützen, ihr Produktdesign zu überdenken und gesunde Inhaltsstoffe einzusetzen.“
(Quelle: https://epea-hamburg.com/toolbox-circular-economy/)

C2C Baustoff Detail

Und hier einmal kurz das Wesentliche des Cradle to Cradle- Prinzips, kurz auch C2C. Sehr viel mehr Informationen gibt es auf der Homepage des Cradle to Cradle e. V. Die Seite ist weiter unten auch als Tipp verlinkt und wirklich sehr empfehlenswert, möchte man sich eingehender mit der Materie beschäftigen.

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Interessant? Teilen durchaus erwünscht!

“Lasst uns nützlich, statt nur weniger schlecht sein.”

(Prof. Dr. Michael Braungart)

Grundprinzip der C2C- Bewegung ist ein Denken in Kreisläufen.

Es gibt den biologischen Kreislauf für Verbrauchsprodukte. Ein Produkt entsteht. Nach dessen Nutzung wird es dem biologischen Abbau zugefügt und wird zu biologischem Nährstoff für Pflanzen, aus denen dann auch wieder Produkte aus und für den biologischen Kreislauf entstehen.

Und parallel dazu existiert ein unabhängiger, technischer Kreislauf für Gebrauchsprodukte. Das technische Produkt wird produziert und genutzt, zurückgenommen, in seine Bestandteile zerlegt und aus den technischen Nährstoffen werden neue Güter produziert.

Eine eindeutige Trennung dieser Kreisläufe schon im Entwicklungsstadium der Produkte ist absolute Voraussetzung für ein funktionierendes C2C-Prinzip. Zur Verdeutlichung und zum besseren Verständnis hier einmal zwei Grafiken zum Thema Trennung der Kreisläufe, gefunden auf der Homepage des Cradle to Cradle e.V.

Ökologisch wertvoll: Globales Umdenken. Healthy Building.

Viel Zeit bleibt nicht mehr. Und ist der ‚point of no return‘ erst erreicht, wird sich das Leben auf der Erde unumstößlich und radikal verändern. Es wird aber ganz sicher nicht besser oder einfacher werden. Der Cradle to Cradle- Ansatz ist vielversprechend und viele schlaue Köpfe befassen sich auch heute schon mit dem ‚Denken in Kreisläufen‘. Für mich ein revolutionärer Ansatz, mit den Umweltproblemen unserer modernen Welt völlig anders als bisher und für die Zukunft auch erfolgreicher umzugehen. Mein ganz spezieller Wunsch für diesen Artikel ist, dass er beachtet wird. Und die Leser, die nichts von C2C wussten oder sich nicht eingehend damit beschäftigt haben,  sollten diese erste Information zur C2C-Bewegung zum Anlass nehmen, sich intensiver mit dieser Thematik zu befassen. Und hier geht es tatsächlich nicht nur um alternativen Hausbau. C2C betrifft nahezu alle Lebensbereiche und dürfte, nein müsste damit für alle Leser interessant sein.
Den Bogen zurück zur Einleitung meines Beitrags spannend, möchte ich noch anmerken, dass auch ohne direkte Verbindung Greta Thunbergs zur C2C-Bewegung, diese junge Schwedin durch ihr unermüdliches, globales Engagement für ein besseres Weltklima, nicht unmaßgeblich dazu beigetragen hat, dass die C2C-Bewegung und auch Healthy Building stetig an Popularität gewinnt. Und das ist gut so!

Verabschieden möchte ich mich mit drei Zitaten zum Thema, die ich in meinem heutigen Buch-Tipp gefunden habe:

Links zum Thema C2C und Healthy Building

https://epea-hamburg.com/michael-braungart-2/
Ein paar Worte über die Person Michael Braungart und zu seiner Arbeit.

https://c2c-ev.de/
Seite von Cradle to Cradle e.V. Der Verein hat sich zum Ziel gesetzt, die C2C-Denkschule in die Mitte der Gesellschaft zu rücken.

Spiegel-Online Beitrag. C2C- Erfinder Michael Braungart erklärt Cradle to Cradle.

https://healthybuildingnetwork.com/de/home-de/
Wissensnetzwerk für gesundes & nachhaltiges Bauen: Healthy Building Network

Buch zum Thema - ökologisch wertvoll produziert

M. Braungart / W. McDonough
„Einfach intelligent produzieren“
ISBN 978-3-8333-0183-4

Ich habe das Buch gebraucht erstanden. Das würde ich anderen Interessierten auch empfehlen. Zur Zeit arbeite ich noch mit dem Buch. Auf Anfrage gebe ich es aber Anfang 2020 in gute Hände weiter. Kurze mail an mf@agenturfalk.de genügt. Auch hier bin ich erreichbar.

Cradle to Cradle Veranstaltungstipp

Vom 31.01. – 01.02.2020 findet in Berlin der internationale Cradle to Cradle Congress unter der Schirmherrschaft von Bundesumweltministerin Svenja Schulze statt. Dieser jährlich stattfindende Congress ist die weltweit größte C2C-Plattform und bietet im Rahmen von Foren, Vorträgen und Workshops reichlich Gelegenheiten für Austausch und Vernetzung. Save the Date!

Dies war der erste Beitrag zum Thema C2C. Ich werde weiter in die Thematik einsteigen und hier in losen Abständen fortführen?

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Natürlich freue ich mich über eine weitere Verbreitung dieses Beitrags. Danke im Namen der guten Sache. mf

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